12 grandiose und kostenlose WordPress Plugins für eine perfekte Webseite

von Ratgeber

WordPress ist zu Recht das beliebteste Content-Management-System. Es bietet jedem die Möglichkeit mit verhältnismäßig geringem Aufwand und einem gesunden Maß an learning by doing eine schöne Webseite zu erstellen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Plugins, die das gewisse Extra an Funktionalität mit sich bringen. Allerdings ist es gar nicht so leicht aus dem riesigen Plugin-Pool, die wirklich wichtigen für sich heraus zu fischen. Wir stellen 12 nützliche und kostenlose WordPress-Plugins vor und erklären, worauf es grundsätzlich ankommt. 

In der Theorie ist eine Webseite Seite schnell erstellt. In der Realität kann es sich dann aber ganz schön lange hinziehen, bis man die eigene Onlinepräsenz soweit perfektioniert hat, dass man mit dem Ergebnis zufrieden ist – und gleichzeitig Suchmaschinen und User glücklich macht. Plugins machen uns in dieser Hinsicht das Leben deutlich einfacher. Plugins sind nichts anderes als WordPress-Erweiterungen, basierend auf einen PHP-Skript. Stellen Sie es sich einfach als eine Art Datei-Päckchen vor, welches Ihnen eine neue Funktion liefert – beispielsweise die Möglichkeit hübsche Tabellen zu erstellen oder einen Onlineshop zu integrieren. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit die eigene Webseite ohne Programmierkenntnisse zu optimieren und den Wünschen entsprechend anzupassen.

Es gibt unglaublich viele WordPress-Plugins, darunter wunderbare kostenlose Exemplare. Einige wichtige dieser gratis Erweiterungen, möchte ich Ihnen heute vorstellen – und ein paar davon sollten auf keiner Webseite fehlen. Sie sorgen für mehr Sicherheit und Schnelligkeit, erleichtern Ihnen die Arbeit und erhöhen letztendlich das Ranking auf Google und Co.

Worauf Sie grundsätzlich achten sollten

Selbstverständlich gibt es zahlreiche weitere gute Plugins, die in diesem Beitrag nicht genannt werden. Und letztendlich hängt die Wahl sehr stark damit zusammen, welchen Zweck Sie mit Ihrer Webseite verfolgen – ein Blog hat beispielsweise andere Bedürfnisse als ein Onlineshop! Es gibt jedoch zwei Grundsätze, nach denen Sie sich bei Ihrer Plugin-Wahl stets richten sollten:

 

  • Weniger (Gutes) ist mehr:  Ein paar relevante Plugins können ein wahrer Segen sein. Zu viele können jedoch genau das Gegenteil bewirken und Ihnen schaden: sie machen die Webseite langsamer und sorgen für Sicherheitslücken. Es ist also nicht sinnvoll, sich möglichst viele Plugins ganz nach dem Motto „Was man hat, hat man“ zu installieren.
  • Regelmäßige Aktualisierung und gute Bewertungen: gute Plugins werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Berücksichtigen Sie diesen Aspekt bei Ihrer Wahl. Bei einem Plugin steht immer dabei, wann es zuletzt aktualisiert wurde. Falls das letzte Update schon 2 Jahre zurück liegt, wäre ich eher skeptisch. Und werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die Kundenbewertungen!

12 wertvolle WordPress-Plugins, die nix kosten

Gutes muss nicht immer teuer sein! Diese kostenlosen Plugins beweisen es:

01

Suchmaschinenoptimierung: Yoast SEO

Yoast SEO ist nicht umsonst das beliebteste frei verfügbare SEO-Tool und ich kann es nur wirklich jedem ans Herz legen. Es hilft ungemein Seiten und Beiträge für die Suchmaschinen zu optimieren und somit das Ranking zu verbessern.

Die freie Version gibt Ihnen bereits alle nötigen Werkzeuge in die Hand, damit Sie Ihre Inhalte in Bezug auf Titel, Url, Metabeschreibung etc. perfektionieren können. Durch die Schnipsel-Vorschau können Sie sehen, wie ein Beitrag bzw. eine Seite in den Suchergebnissen aussehen wird. Eine integrierte XML-Sitemap Funktion sorgt darüber hinaus für eine bessere Indexierung. Außerdem optimiert Yoast SEO den Code Ihre Website, um die Suchmaschine mit besseren Informationen zu füttern.

02

Für schnellere Ladezeiten: WP Super Cache

Mit steigenden Besucherzahlen (die wir ja selbstverständlich alle anstreben) wird der Webspace stärker belastet – je nach Serverleistung führt das zu längeren Ladezeiten. 

Und das mögen weder Webseitenbesucher noch Suchmaschinen. Daher ist es sehr sinnvoll ein Cashing Plugin zu nutzen, wobei die wohl beste kostenlose Möglichkeit WP Super Cash darstellt. In einfachen Worten sorgt das Plugin durch die Erzeugung statischer HTML-Seiten dafür, dass die Ladezeit der Seite verringert wird.

Wichtig bei diesem Plugin ist, dass Sie Ihre Webseite nach der Installation sorgfältig prüfen, da es bei vielen dynamischen Elementen unter Umständen zu Problemen kommen kann. Außerdem gibt es ein paar Dinge bei der Einstellung im Backend zu beachten. Insbesondere muss das Cashing hier zunächst erstmal manuell angeschaltet werden, nachdem das Plugin aktiviert wurde. Eine gute Anleitung für die Settings finden Sie in diesem Beitrag.

03

Für noch schnellere Ladezeiten: Autoptimize

Autoptimize hilft Ihnen HTML, CSS und JavaScript Skripte, die von Themes und Plugins verwendet werden, zu verkleinern und miteinander zu kombinieren.

Auch das reduziert die Ladezeit und so ist Autoptimize eine gute Ergänzung zum Cashing-Plugin. Ein hilfreiches Tutorial zu dem Plugin finden Sie hier.

04

WordPress Backup: WP Database Backup, BackWPUp oder UpdraftPlus

Bei der ganzen Optimierung, vergisst man häufig einen wichtigen Aspekt: die Sicherheit!

Stellen Sie sich vor, durch einen blöden Fehler oder eine Malware verschwindet plötzlich Ihre Seite und die ganzen Inhalte sind weg oder zumindest erstmal unauffindbar. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, es gibt Schöneres!

Durch einen Fehler bei einer Plugin-Installation, hatte ich plötzlich das Problem, dass alles was ich über meine Domain erreichen konnte, eine leere weiße Seite war. Backend weg, Frontend weg. Da kommt man erstmal ganz schön ins Schwitzen, vor allem wenn man wie ich kein Backup – also eine Sicherheitskopie der kompletten Datenbank – gemacht hat. Zwar hat sich das Problem glücklicherweise gelöst und die Daten waren auch nicht wirklich weg, doch durch ein Backup können Sie sich in einer solchen Situation erstens das ganze Seelenleid ersparen (was allein schon sehr viel wert ist) und im Ernstfall dann natürlich zweitens viel Arbeit.

Ich selbst hatte mich damals intuitiv für das Plugin WP Database Backup entschieden und bin damit bisher zufrieden. Im Netz werden derweil aber vor allem BackWPUp und UpdraftPlus empfohlen. Alle drei ermöglichen Ihnen automatisch Backups zu erstellen und diese in diversen Clouds zu speichern oder via Email zu versenden. Was will man mehr?

Zur Info: viele gute Provider erstellen automatisch Backups für Ihre Seite. In dem Fall brauchen Sie nicht unbedingt ein solches Plugin.

05

Der Avira für Ihre Webseite: Wordfence

Sicherlich nutzen Sie für Ihren PC einen Virenscanner?

Das gleiche sollten Sie auch für Ihre Webseite tun. Wie der Name bereits suggeriert, baut Wordfence einen Schutzwall um Ihre Seite und schützt diese so vor Hackerangriffen und Malware. Das Plugin liefert Virenscanner und Firewall in Einem und identifiziert auf diese Weise zuverlässig Viren bzw. sperrt Eindringlinge aus. Bei Auffälligkeiten werden Sie über Email benachrichtigt.

06

Gegen Spam: Antispam Bee

Wer Nutzern die Möglichkeit geben möchte Beiträge zu kommentieren (was höchst empfehlenswert ist), benötigt einen Spam-Filter.

Die meisten von Ihnen werden sicherlich Askimet kennen, was bereits bei WordPress vorinstalliert ist. Eine bessere kostenlose Alternative ist allerdings Antispam Bee, unter anderem weil dieses Plugin dem deutschen Datenschutzrecht entspricht.

07

Teilen einfach gemacht: Shareaholic

Sogenannte Social-Sharebuttons dienen dazu, das Teilen eines Beitrags auf Soziale Kanäle, wie Facebook, Twitter und Co. 

besonders einfach zu machen. Ihren Nutzern diese Möglichkeit zu bieten, ist unglaublich wichtig, um eine größere Reichweite zu erzielen. Shareaholic kümmert sich darum und fügt die Buttons automatisch auf Ihren Blog.

08

Perfektes Kontaktformular: Contact Form 7

Ich wüsste keinen Grund, weshalb man sich für ein anders Kontaktformular entscheiden sollte.

Contact Form 7 ist simpel, flexibel und zuverlässig. Sie legen dabei selbst fest, welche Felder ein Nutzer ausfüllen muss und können das Formular einfach mit Ihrem Email-Postfach verknüpfen.

09

Entdeckt fehlerhafte Links: Broken Link Checker

Fehlerhafte Links schleichen sich schneller auf eine Seite, als einem lieb ist.

Dabei geht es nicht nur um externe Links, die auf andere Seiten verweisen, sondern auch um interne Verlinkungen. Vielleicht ändern Sie im Laufe einer SEO Optimierung Ihre Urls und da übersieht man schonmal schnell die ein oder andere veraltete Verlinkung im Text.

Google gefallen solche Link-Friedhöfe überhaupt nicht und so schaden sie direkt dem Ranking. Aber auch für die Ihre User ist es lästig, wenn eine versprochene Weiterleitung nicht klappt. Broken Link Checker entdeckt fehlerhafte Links und ist besonders empfehlenswert, wenn Sie viele Artikel auf Ihrer Seite veröffentlichen.

10

Automatische Bildkomprimierung: Imsanity oder Smush

Bilder gehören auf jede Webseite. Doch wenn diese zu groß sind, leidet die Geschwindigkeit Ihrer Webseite massiv darunter.

Für die meisten Blogs und Unternehmensseiten ist eine Hochauflösung der Bilder auch völlig überflüssig (außer natürlich Sie sind in der Fotografie-Branche tätig). Sie sollten daher darauf achten, nur Bilder unter 100 Kb hochzuladen. Manchmal ist das jedoch einfacher gesagt als getan – insbesondere wenn man mit mehreren Leuten an einer Webseite herumwerkelt oder Gastautoren ihre Beiträge selbst einstellen. Da kann es schnell passieren, dass aus Versehen ein Bild in 10 Mb statt 10 Kb hochgeladen wird.

Die beiden Plugins Imsanity uns Smush verkleinern Bilder automatisch auf eine ausreichende Größe – sowohl beim Hochladen eines neuen Bildes, als auch bei bereits vorhanden. So können Sie Fehler aus der Vergangenheit fix ausbügeln und dadurch die Ladezeit im Handumdrehen verbessern.

11

Für die ersten Newsletter: Newsletter

Viele Webseitenbetreiber werden früher oder später an den Punkt kommen, dass Sie Ihr Emailmarketing in Form eines Newsletters etablieren wollen.

Bei einer sehr hohen Abonnentenzahl ist dafür sicherlich ein professionelles Email-Marketing-Tool, wie beispielsweise Cleverreachnotwendig. Zu Beginn ist das kostenlose WordPress Plugin „Newsletter“ jedoch meiner Meinung nach vollkommen ausreichend.

Mit wenig Aufwand können Sie hier Email-Listen erstellen und hübsche Newsletter per Drag&Drop designen. Im Gegensatz zu den professionellen Tools, werden hierbei die Emailadressen nur intern gespeichert und nicht extern auf irgendeinem Server. Das ist aus Datenschutzgründen ein großes Plus. Mit steigender Abonnentenzahl wird’s dann aber irgendwann schwierig, da das Versenden dann sehr lange dauert und auch die Möglichkeiten zum Monitoring (z.B. Öffnungs- und Klickrate) vergleichsweise begrenzt sind. Aber dann können Sie ja immer noch wechseln!

12

Für Mehrsprachige Webseiten: Polylang

Falls Sie eine mehrsprachige Webseite betreiben, benötigen Sie ein entsprechendes Plugin. 

Polylang ist meiner Meinung nach die beste kostenlose Lösung. Damit können Sie problemlos zwei- oder mehrsprachige Webseiten aufbauen. Sie stellen dafür einfach Ihre gewünschten Sprachen ein und setzen dann für jede Seite und jeden Beitrag die jeweilige Sprache fest. Übersetzte Seiten können einfach miteinander verknüpft werden, sodass der User über einen Sprachbutton ganz einfach zwischen den Sprachen wechseln kann.

Dieses Plugin sollten Sie unbedingt zu Beginn installieren, bevor Sie anfangen Inhalte einzufügen. Und wenn Sie irgendwann nicht mehr zweigleisig fahren wollen, keine Sorge: die Deaktivierung des Plugins erfolgt vollkommen problemlos und ohne Fehlermeldungen. Sie müssen in dem Fall einfach nur die Sprache, welche Sie weiter verwenden wollen, als „default“ setzen.

Fehlt noch was?

Mit dieser Pluginliste sind Sie bereits sehr gut ausgerüstet. Selbstverständlich müssen Sie selbst entscheiden, welche Erweiterungen für Ihre Zwecke wirklich sinnvoll sind und welche Sie sich sparen können. Und vielleicht gibt es ein weiteres grandioses Plugin, welches Ihrer Meinung nach nicht fehlen darf? Dann freuen wir uns über eine Nachricht!

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