Landingpage erstellen – In 8 Schritten zur Punktlandung!

von Landingpage, Ratgeber

Eine Landingpage verkauft Ihr Angebot an Ihre Kunden – vorausgesetzt sie ist gut! Damit Sie Erfolg haben, sollten Sie beim Erstellen einer Landingpage bestimmte Kernaspekte berücksichtigen. Von der perfekten Überschrift über Trust-Elemente bis hin zum auffälligen Call-to-Action – jeder Baustein dient dazu, das Interesse an dem Angebot zu verstärken und die Hürden zu minimieren. Inhalt und Design der Landingpage muss dabei zugleich auf Zweck und Zielgruppe abgestimmt sein.

Mit einer Landingpage können Sie einen Nutzer dazu bringen, eine gewünschte Handlung auszuüben, beispielsweise der Kauf eines Produkts oder die Anmeldung für ein Online-Seminar. Falls Ihnen an diesem Punkt noch 1000 Fragezeichen im Kopf herum schwirren und Sie keine Ahnung haben, was eine Landingpage überhaupt ist – keine Sorge! Werfen Sie einfach einen kurzen Blick in unseren vorherigen Artikel „Was ist eine Landingpage“. In diesem Beitrag blicken wir nun tiefer ins Detail und widmen uns der Frage: Was macht eine gute Landingpage aus?

8 wichtige Elemente einer Landingpage

Wie bei allen Formaten im Web ist auch Landingpage nicht gleich Landingpage. Design und Inhalt sind abhängig von dem angebotenen Produkt bzw. der Dienstleistung, dem Zweck und der Zielgruppe. Die eierlegende Wollmilchsau – also eine Vorlage, die auf alles passt – gibt es leider nicht. Dennoch gibt es einige Grundelemente, die auf keinen Fall fehlen sollten und an denen Sie sich entlang hangeln können, wenn sie Ihre Landingpage erstellen:

  • eine knackige Überschrift
  • eine ergänzende Unterüberschrift
  • Benennung des Problems und Darstellung der Lösung
  • Angebotdetails & Benefits
  • Vertrauensfördernde Elemente
  • der Call-to-Action (CTA)
  • Impressum und ggf. weitere Elemente
  • die Faustregel: Weniger ist mehr

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1. Überschrift und 2. Unterüberschrift

Die Überschrift ist wohl das wichtigste Element einer Landingpage – nur wenn diese reinhaut, wird weitergelesen. Der Nutzer muss sich direkt angesprochen fühlen. Fragen eignen sich dafür oft besonders gut („Suchen Sie noch immer vergeblich nach Ihrer verlorenen Bikini-Figur?“), eine knackige Aussage tut’s aber natürlich auch („Endlich selbstbewusst im Bikini durch den Sommer!“). In der Unterüberschrift wird schließlich näher auf das Angebot eingegangen. Das könnte z.B. so aussehen:

„Suchen Sie noch immer vergeblich nach Ihrer verlorenen Bikini-Figur?“

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Nun weiß der Nutzer bereits ziemlich genau, worum es in Ihrem Angebot geht.

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Problem und Lösung

Der erste Schritt ist getan: das Interesse ist geweckt. 

Der potenzielle Kunde ist neugierig und voller Hoffnung. Nun geht es darum weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. Das funktioniert häufig am besten, indem man das Problem adressiert. „Ist die Badesaison für Sie auch jedes Jahr aufs Neue ein Graus? Sie sehnen sich danach, sich endlich wieder wohl in Ihrem Körper zu fühlen? Dennoch sind Sie es leid, ständig neue Diäten auszuprobieren, die sowieso nicht funktionieren?“ etc.

Auf das Problem folgt nun die ultimative Lösung. Und die bieten selbstverständlich Sie mit Ihrem Angebot! Dafür liefern Sie überzeugende schmackhafte Argumente. Zeigen Sie dem Nutzer, welch‘ schöne Zukunft ihn erwartet, wenn seine Probleme sich plötzlich in Luft auflösen würden. „Stellen Sie sich vor, Sie könnten alles tragen, was Sie möchten – ohne zu Hungern“. Ein schneller Lösungsweg und eine einfache Handhabung, das Angebot in Anspruch nehmen zu können, sind dabei das A und O.

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Angebotdetails & Benefits

An diesem Punkt zeigen Sie dem Nutzer, was er am Ende gewonnen hat, wenn er sich für Ihr Angebot entscheidet und/oder präsentieren Details. Um bei dem Bikini-Beispiel zu bleiben, könnte das in etwa so aussehen:

Nach dem Kurs…

  • haben Sie bis zu 5 Kg abgenommen.
  • wissen Sie genau, worauf Sie beim Thema „Ernährung und Fitness“ achten müssen.
  • haben Sie Ihre eigene Rezeptsammlung für eine gesunde Ernährung.
  • können Sie auch in Zukunft Ihr Wunschgewicht dauerhaft halten.

Details des Angebots könnten zum Beispiel die Auflistung verschiedener Module bei Webinaren, die Kapitel eines Ebooks oder wichtige Produktinformationen sein. Hier sollten Sie auch mit Bildern und/oder Videos arbeiten. Aber Vorsicht: Gehen Sie mit Details sparsam um, sonst erschlägt es den Nutzer und die Landingpage wird schnell voll und unübersichtlich. Außerdem sollten Sie niemals etwas versprechen, was Ihr Angebot nicht halten kann. Schließlich möchten Sie sich langfristig über Interessenten freuen.

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Vertrauen

Vertrauen in Ihre Person bzw. Ihr Unternehmen ist sehr wichtig. 

Das gilt für Dienstleistungen wahrscheinlich noch mehr als für Produkte. Falls Sie bereits Zertifikate oder gute Referenzen vorweisen können, sollten Sie diese unbedingt zeigen. Falls nicht, ist das noch lange kein Weltuntergang. Umso wichtiger ist es jedoch, dass Sie sich selbst vorstellen und erläutern weswegen Ihr Angebot die Lösung für das genannte Problem darstellt. Was macht Sie zum Experten? Welche (persönliche) Erfahrungen bringen Sie mit? Zeigen Sie Persönlichkeit und bauen Sie so Vertrauen zu den Kunden auf.

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Call-to-Action

Der Call-to-Action ist die eigentliche Handlungsaufforderung. 

Hier trägt der Nutzer seine Emailadresse ein oder wird über einen Button zum Bestell- bzw. Anmeldeformular weitergeleitet. Dieses Element muss optisch vom Rest der Seite hervorgehoben werden.

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Weitere Elemente

Ein Impressum ist auch bei einer Landingpage Pflicht.

Desweiteren kann es sehr hilfreich sein, ein Angebot hinzuzufügen, welches das Kaufrisiko des Nutzer minimalisiert. Insbesondere bei sehr teuren Produkten kann eine „Geld-zurück-Garantie“, ein kostenloser Testzugang oder eine gratis Lektion wahre Wunder bewirken. Schließlich möchte niemand die Katze im Sack kaufen. Denken Sie beispielsweise an einen Online-Sprachkurs. Es ist durchaus verkaufsfördernd, wenn man erstmal reinschnuppern kann!

Manchmal ist es sinnvoll den Aspekt der Dringlichkeit mit in die Landingpage zu integrieren. Beispielsweise wenn das Angebot nur für eine kurze Zeit verfügbar oder aber die Anzahl eines Produkts begrenzt ist.

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Weniger ist mehr

Die ganzen Bausteine abzuklappern, hört sich erstmal nach sehr viel Inhalt an.

Das muss aber nicht sein und ist auch selten förderlich. Ellenlange Texte, zu viele Bilder und endloses Scrollen erschlagen den Nutzer und lenken vom Wesentlichen ab. Die Kunst liegt darin, sich kurz zu fassen und mit wenigen Worten von Ihrem Angebot zu überzeugen. Bedenken Sie: Die Hürden müssen so gering wie möglich sein – und wenn man nach dem Anmeldebutton erstmal suchen muss, ist das definitiv ein Hindernis. Alle wesentlichen Informationen (Überschrift, Vorstellung des Angebots, CTA) sollten daher ohne Scrollen auf einen Blick sichtbar sein.

Inspiration durch Beispiele

Um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie Landingpages aussehen könnten, schaut man sich am besten welche an! Stöbern Sie bei einem Kaffee einfach ein wenig im Netz und lassen Sie sich inspirieren. Im Folgenden sehen Sie 3 Beispiele – teilweise sind diese Landingpages zum Scrollen, aber die entscheidenden Elemente sind dennoch auf einen Blick ersichtlich.

Der Zweck bestimmt die Details

Wenn Sie Ausschau nach Beispielen für Landingpages halten, werden Sie große Unterschiede erkennen. Landingpages mit viel und wenig Text, umfangreiche zum Scrollen und minimalistische, die auf einen Blick alles darstellen. Das liegt natürlich zum Einen daran, dass es gute und weniger gute Beispiele gibt. Zum Anderen muss eine Landingpage stets auf das Angebot abgestimmt sein, was natürlich  Unterschiede im Aufbau erfordert. Beispielsweise spielen folgende Aspekte eine Rolle:

 

  • gratis vs. kostenpflichtig: es ein großer Unterschied, ob Sie als Lead-Magnet für ein gratis Angebot werben oder ein Produkt verkaufen wollen. Im letzteren Fall ist die Hürde größer, denn der Nutzer muss dafür bezahlen. Dementsprechend müssen Sie eine höhere Überzeugungskraft leisten. Das bedeutet auch, dass die Landingpage ausführlicher gestaltet werden muss.
  • Service vs. Produkt: Während bei Dienstleistungen eine detailliertere Beschreibung notwendig ist, können Sie sich bei Produkten auf Bilder und Videos fokussieren.
  • Zielgruppe: jung oder alt? überwiegend männlich oder weiblich? Leseratte oder Lesemuffel? Solche Kriterien spielen selbstverständlich auch bei dem Aufbau der Landingpage eine wesentliche Rolle.

Die Punktlandung ist auch eine Frage des Designs!

Die Faustregel zur Erstellung einer Landingpage ist sicherlich: Erst der Inhalt, dann das Design. Letzteres muss jedoch passen, denn erst durch das Design wird der Inhalt ins richtige (oder eben ins falsche) Licht gerückt. Wie wichtig Content Design im Allgemeinen ist, erfahren Sie in dem Artikel „Content Design – vom ersten Eindruck zu den inneren Werten“.

Das Design der Landingpage richtet sich stark nach Ihrem Angebot, der Zielgruppe und natürlich nach Ihrer Webpräsenz im Allgemeinen. Pauschalitäten suchen Sie hier vergeblich. Dennoch gibt es auch hierbei ein paar grundlegende Richtlinien:

 

  • Auffälliger Call-to-Action: dieser muss dem Nutzer förmlich ins Auge springen und sollte farblich im Kontrast zum Rest der Seite stehen.
  • Verzicht auf Seiten-Navigation: das steht im Gegensatz zur herkömmlichen Webpräsenz, wo eine gute Navigationsleiste zum guten Ton gehört. Auf einer Landingpage jedoch, sollte nichts vom Angebot ablenken.
  • Verzicht auf Social Media Buttons: denn auch diese lenken vom eigentlichen Angebot ab.
  • Wiedererkennungswert: Ihre Landingpage sollte an dem Design Ihres Unternehmens angepasst sein. Das Stichwort: Corporate Design

Landingpages erstellen – einfache Tools

Wie Sie erkennen, gibt es beim Erstellen einer Landingpage einiges zu berücksichtigen. Glücklicherweise gibt es hilfreiche Tools, mit denen man die Seiten anhand von Vorlagen aufbauen kann. Drei gängige Möglichkeiten wären:

 

  • Leadpages: Wer eine Landingpage unabhängig von WordPress & Co. gestalten will kann zu Leadpages greifen. Es bietet zahlreiche Vorlagen, die sich sehr flexibel und individuell anpassen lassen. Zudem funktioniert das ganze ohne externen Hosting-Anbieter. Alternativ lässt sich das Tool aber auch per Plugin mit Ihrer WordPress Seite koppeln. Einen Nachteil stellen sicherlich die Kosten dar, die bei diesem Tool monatlich anfallen.
  • Thrive Architect (WP Plugin). Mit diesem WordPress Plugin kann man ebenfalls solide und vielfältige Landingpages erstellen. Der überschaubare Preis ist insbesondere für Einsteiger von Vorteil: für einmalig $67 bekommt man bereits eine Lizenz für eine Domain.
  • Divi WordPress Theme: Das flexible WordPress Theme beinhaltet einen eigenen Content-Builder. Damit kann man nach einem Baukastenprinzip Seiten flexibel aufbauen und nach Belieben anpassen. So lassen sich auch schöne Landingpages erstellen.

Fazit – Landingpage erstellen

Mit einer guten Landingpage überzeugen Sie potenzielle Kunden von Ihrem Angebot und bringen sie dazu auf den Verkaufs- oder Teilnahme-Button zu klicken. Scheuen Sie sich nicht vor der Aufgabe – auch Sie können eine gute Landingpage eigenständig erstellen. Mit ein wenig Übung, dem geeigneten Tool und vor allem klarem Fokus auf das Ziel, werden Sie schon bald eine Punktladung schaffen!

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