Das richtige WordPress Theme − so finden Sie es!

von Ratgeber

Das richtige WordPress-Theme zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. An Auswahlmöglichkeiten mangelt es nicht, denn es gibt unzählige Themes. Die Kunst ist eher, das Richtige für seine Zwecke zu finden. Eines, mit dem man auch langfristig zufrieden ist. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Themes sind Designvorlagen für WordPress-Seiten, welche für den Stil der Webpräsenz verantwortlich sind. Doch es geht nicht nur um Äußerlichkeiten. Ein Theme bestimmt auch die Funktionalität − also was Sie mit Ihrer Seite alles machen können. Beispielsweise einen Slider einbauen oder Onlineshop integrieren.

Zwar kann man mit dem nötigen Know-How Themefunktionen durchaus erweitern, doch erstens besitzt nicht jeder dieses Wissen und zweitens bedeutet das zusätzliche Arbeit. Es ist daher sinnvoll ein Theme zu wählen, welches im Großen und Ganzen schon das mitbringt, was Sie brauchen und dennoch Raum für individuelle Anpassungen lässt.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, worauf es bei der Auswahl ankommt.

Kostenlos vs. Premium?

Keine Frage, es gibt wunderbare kostenlose Themes, mit denen Sie bereits viel machen können. Wenn Sie nun zum Beispiel einfach nur einen Hobby-Blog betreiben und dafür nicht unnötig Geld ausgeben möchten, spricht nichts gegen ein gutes gratis Template! Sie eignen sich zudem super, wenn Sie erstmal mit verschiedenen Designvorlagen experimentieren möchten oder noch unsicher sind, ob Sie überhaupt bei WordPress bleiben möchten.

Wenn Sie jedoch eine Unternehmensseite erstellen oder in Zukunft Geld mit Ihrer Webseite verdienen wolllen, lohnt es sich nach einem kostenpflichtigen Premium-Theme Ausschau zu halten.

Das hat (mindestens) folgende Gründe:

  • mehr Funktionen und Flexibilität: kostenpflichtige Themes können meistens mehr und lassen sich deutlich besser individuell anpassen.
  • regelmäßige Updates: es werden Anpassung an neue WordPress-Versionen durchgeführt, Fehler behoben etc. Dadurch funktioniert die Seite letztendlich besser.
  • sauberer Code: die Seite ist dadurch besser zugänglich für Suchmaschinen. Außerdem steigert ein sauberer, schlanker Code die Performance.
  • Support: Bei Fragen können Sie sich an die Entwickler wenden. Und das ist sehr viel wert!

Bedenken Sie auch: zu Beginn haben Sie vielleicht noch nicht so große Pläne, weil Sie sich erstmal selbst in die neue Aufgabe reinfuchsen müssen. Doch mit der Erfahrung wächst auch der Anspruch. Und hohe Ansprüche lassen sich mit einem Premium-Theme besser umsetzen. Bei gratis Templates sind Sie weniger flexibel.

Das passende Theme für Ihren Zweck

Natürlich sollten Sie sich vorab im Klaren darüber sein, was Sie mit Ihrer Webseite darstellen wollen. Möchten Sie einen Reiseblog erstellen, eine Unternehmensseite aufbauen oder einen Onlineshop gründen? Mittlerweile gibt es für fast jeden Zweck passende Themes. Sie bringen bereits ein entsprechendes Design und die nötige Funktionalität mit. Dadurch ersparen Sie sich jede Menge Arbeit, wenn es darum geht Anpassungen vorzunehmen.

Genügend Raum für Flexibilität

Ein Theme sollte jedoch nicht nur zu Ihrem Vorhaben passen, sondern auch flexibel genug sein, um die Seite nach Ihren Wünschen anpassen zu können − und zwar auch ohne zusätzliche Programmierkenntnisse.

Machen Sie sich klar, wie weit Sie von den Standard-Einstellungen abweichen möchten − z.B. was Farben, Schriftarten und Layout angeht − und prüfen Sie, ob das Theme diese Möglichkeit überhaupt bietet.

Diese Flexibilität ist zum einen wichtig um ein gewisses Grundmaß an Individualität zu gewährleisten. Zum anderen werden Sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Wahrscheinlich möchten Sie in Zukunft zusätzliche Leistungen anbieten (auch wenn Sie das jetzt vielleicht noch gar nicht wissen!). Oder Sie merken, dass der Reiseblog doch nicht so gut funktioniert und schwenken um auf einen Foodblog. Manchmal ist es daher einschränkend zu sehr in die Nische zu gehen (z.B. „Reiseblogtheme“ vs. „allgemeines Blogtheme“).

Möglichkeit zur individuellen Anpassung

Mit dem nötigen Know-How in Sachen Codierung, können Sie Themes individuell anpassen (oder anpassen lassen). Dafür ist es sinnvoll eine Vorlage zu nutzen, welches sogenannte Child Themes ermöglicht. Diese erleichtern eine individuelle Anpassung, ohne die Original Datei ändern zu müssen.

Ausreichend Funktionen − aber nicht mehr als nötig

Flexibilität ist wichtig. Das heißt aber natürlich nicht, dass Sie vorsichtshalber alle Funktionen mitnehmen müssen, die es auf dem Markt gibt. Einige Themes werben natürlich mit unglaublich viel Extra-Schnickschnack, doch nicht immer ist das auch für Ihre Zwecke sinnvoll. Das ist ein bisschen wie mit den gratis SMS beim Handyvertrag. Wenn Sie sowieso keine SMS schreiben, können Sie auch den etwas günstigeren Tarif nehmen.

Überlegen Sie sich zunächst, welche Extras sie wirklich brauchen, zum Beispiel:

  • Ist ein Slider notwendig oder kann man wesentlichen Informationen auf der Startseite auch anders hervorheben?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie irgendwann einen Onlineshop einführen wollen?
  • Soll ein Blog im Vordergrund stehen oder dieser eher als „Corporate Blog“ die Seite ergänzen?
  • Brauchen Sie Extras wie FAQs, Testimonials, Eventkalender etc.?
  • Welche besonderen Beitrags-Formate benötigen Sie (z.B. Zitate, Content-Boxen, Tabellen, Bildergalerien etc.)
  • Benötigen Sie Sitebars? Und wenn ja wie viele?
  • Welche Widgets (z.B. Kategorie-Liste, Social Icons, beliebteste Posts etc.) wünschen Sie sich?
  • Wie soll der „about“-Bereich aussehen?
  • Ist ein umfangreicher Pagebuilder notwendig?

Zu viele Funktionen sind nicht immer vorteilhaft, denn dadurch wird der Code umfangreicher und die Performance sinkt. Berücksichtigen Sie außerdem: Selbst, wenn Sie die ein oder andere Funktion irgendwann vielleicht einmal brauchen könnten, muss diese nicht unbedingt im Theme selbst integriert sein. Sie können sich diese gegebenenfalls über geeignete Plugins bei Bedarf mit ins Boot holen.

Responsive Design ist ein Muss

„Responsive“ bedeutet, dass die Darstellung Ihrer Seite auch auf mobilen Geräten einwandfrei funktioniert. Das ist heutzutage unerlässlich, denn immer mehr Menschen surfen bevorzugt auf Handy oder Tablet. Wenn die Seite nun auf mobilen Geräten nicht rund läuft, verlieren Sie Traffic und auch die Suchmaschinen mögen das überhaupt nicht.

Zwar versprechen mittlerweile fast alle (kostenpflichtigen) Themes eine solche mobile Optimierung, doch nicht immer ist das dann auch das Gelbe vom Ei. Kontrolle ist hierbei besser als Vertrauen. Nutzen Sie die Demoversionen der Themes und prüfen Sie sie auf verschiedenen Geräten.

Nutzen Sie Kundenbewertungen und Support

Keiner kauft gerne die Katze im Sack. Doch bei Themes ist genau das in gewisser Hinsicht nötig. Schließlich können Sie nie zu 100 % sehen, wie ihre Webseite am Ende aussehen wird. Alles was Sie haben ist eine Liste der versprochenen Leistungen, die Demoversion und Ihre Vorstellungskraft, wie Ihre Seite bei dem vorhandenen Gerüst später aussehen könnte. Wer bereits die ein oder andere WordPress-Seite hochgezogen hat, für den ist das natürlich einfacher. Für Neulinge ist es jedoch keineswegs trivial.

Kundenbewertungen können bei der Entscheidung helfen. Wenn mehr gemeckert als gelobt wird, hat das vermutlich einen Grund. Außerdem können Sie sich mit Fragen an die Entwickler wenden. Damit können Sie gleich deren Hilfsbereitschaft im Support testen. Achten Sie bei kostenpflichtigen Themes auf einen guten Support. Im Idealfall hilft Ihnen dieser − zumindest für die ersten paar Monate − sogar bei kleinen individuellen Anpassungen. Insbesondere für WordPress-Anfänger sind solche Premium-Supports gold wert!

Fazit

Wenn es um WordPress-Themes geht, haben Sie die Qual der Wahl. Doch wenn Sie sich die Punkte aus diesem Beitrag zu Herzen nehmen, werden Sie bestimmt ein passendes Template finden.

Es lohnt sich zudem, sich zuvor im Netz inspirieren zu lassen. Welche Webseiten gefallen Ihnen und welche Funktionen hätten Sie auch gerne? Schreiben Sie sich eine Wunschliste!

Doch Vorsicht: streben Sie dabei nicht nach Perfektion − die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Vorlage finden die zu 100 %  Ihren Vorstellungen entspricht, ist relativ gering. Versuchen Sie stattdessen lieber eine Lösung zu finden, die Sie zu 80 % zufrieden stellt und genügend Raum für individuelle Anpassungen lässt.

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